Benedict Cumberbatch liest Sherlock Holmes: The Rediscovered Railway Mysteries, von John Taylor.

Was tun nach dem Ende von Sherlock? Schnell ein Hörbuch hören mit unserem Liebling Benedict Cumberbatch 😉

Sherlock, die berühmte BBC-Serie mit Benedict Camembert Cumberbatch geht ja nun bald zu Ende – Am Pfingstsonntag startet die letzte Staffel im ZDF – deshalb hier ein anderer Leckerbissen, für alle, die nicht genug von The Sherlock bekommen: The Dediscovered Railways Mysteries von John Taylor. Gelesen, ganz klar, von Benedict Cumberbatch.

Der Inhalt

Sherlock Holmes ist natürlich wie immer dabei, Verbrechen aufzuklären. Diesmal natürlich, von John Taylor und nicht von Arthur Conan Doyle, wieder ins Victorianische London versetzt.

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Percy Jackson – The Lightning Thief oder Diebe im Olymp

Percy Jackson - The Lightning Thief von Rick Riordian

Percy Jackson – The Lightning Thief von Rick Riordian

Hörbuch-Rezension: Percy Jackson – The Lightning Thief

Wow, wie kann ich meinen Kindern einerseits ein spannendes Hörbuch präsentieren und anderseits ihnen gleichzeitig klassische Bildung vermitteln? Die Lösung ist Percy Jackson – und das alles spannend bis zum Anschlag, dabei total jugendfrei. Besser geht’s nicht!

* Wertung: *****
* Autor: Rick Riordan
* Sprecher: Jesse Bernstein
* Dauer: 7 Stunden 41 Minuten (gekürzt)

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Hundert Namen

Kitty Logan, eine junge motivierte Journalistin, macht einen gravierenden Fehler bei der Recherche eines Falls. Ihr guter Ruf und damit ihre Karriere scheint zerstört. Für Kitty bricht ihre Welt zusammen. Als dann auch noch ihre Freundin, Mentorin und Chefin Constance unheilbar krank wird, verliert Kitty jeglichen Halt im Leben. Doch Constance hat noch eine letzte Aufgabe für Kitty…

Hundert Namen
* Wertung: *****
* Autor: Cecelia Ahern
* Sprecherin: Luise Helm
* Verlag: Argon
* Spieldauer: 11 Std. 49 Min. (ungekürzt)

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Chris Anderson: Free – The Future of a Radical Price

Cover: Free von Chris Anderson - HörbuchrezensionLiebe Leser,

im Rahmen meines aktuellen Online Marketing-Seminars habe ich mich ein bisschen unter Büchern zum Thema New Media Economy umgetan und bin dabei auf das zweite Buch von Wired-Editor Chris Anderson gestoßen, Free – The Future of a Radical Price.
Da sein erstes Buch – The Long Tail – schon eine Offenbarung war, bin ich gespannt, was er diesmal zum Besten gibt.

Das interessante:

Das Buch ist als Audio Book kostenlos – aber nur in der vollständigen Version.

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The Teaching Company: History Of Ancient Rome by Garrett Fagan

Antoninianus des Marcus Aurelius Marius (Wikipedia)

Antoninianus des Marcus Aurelius Marius (Wikipedia)

Liebe Leser guter Hörbücher

Ihr werdet sicher bemerkt haben Aufmerksame Leser haben sicherlich bemerkt, dass in den letzten Wochen nicht viele Rezensionen von mir kamen. Dies lag zum einen daran, dass ich unheimlich viel unterrichten musste, andererseits habe ich mich an gleich zwei riesige Hörbücher herangewagt.

Einerseits ist das endlich Otherland von Tad Williams, eines der Grundlagenbücher für alle Cyberpunk-Fans (34 Stunden 40 Minuten Spielzeit). Und andererseits, aus der Non-Fiction-Ecke History of Ancient Rome von Prof. Garrett Fagan, ein Teaching-Company-Buch (22 Stunden 46 Minuten Spielzeit).

  • Wertung: *****
  • Englisches Hörbuch
  • Autor & Sprecher: Prof. Garrett Fagan
  • Länge: 22 Stunden, 46 Minuten
  • Verlag: The Teaching Company (1999)

History of Ancient Rome habe ich nun geschafft, mein Bildungslevel ist auf einen Hochwasserstand angestiegen und ich weiß jetzt alles, ALLES über die Römische Geschichte. Bis auf das, was ich wieder vergessen habe.

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Autorenlesungen erlesen.tv: Neil Gaiman, Cornelia Funke, Harry Rowohlt

Cover: Autorenlesungen von erlesen.tvHeute: Erlesen.tv, Plattform für Autorenlesungen.

Über 100 verschiedene Autoren stehen vor der Kamera und lesen aus ihren Büchern, 20-30 Minuten etwa dauert jede Aufnahme. Nette Idee, gut umgesetzt, hörens- und sehenswert.
Genau das treibt mich persönlich treibt das dann um, dass die Autoren beim Lesen auch gefilmt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Sprecher sehen will oder nicht. Einerseits gibt das Video Einblicke in die Emotionen und die Lesart der Autoren. Andererseits ist das Bild, das ich im Kopf habe, oft ein anderes als mir das Original präsentiert. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Video mag…

Kurz zur Webseite: ansprechendes Design und übersichtlich, die Bedienung könnte noch ein bisschen verbessert werden. Nun eine Kurzkritik der ersten drei Lesungen:

Neil Gaiman: The Graveyard Book
Lesung mit Neil Gaiman und Jens Wawrczeck, 17:35 min, Wertung: ***

Ich bin ein Fan von Neil Gaiman, zugegeben, und seine Lesung war die erste, die ich auf erlesen.tv gehört habe. Gefiel mir, schön gelesen, doch: leider zu kurz, um wirklich einen Einblick in das Graveyard-Buch zu bekommen, da die 17 Minuten Lesung sich aufteilen auf das selbe Kapitel, gelesen in deutsch sowie englisch. Da kann ich als Fazit nur feststellen: Neil Gaiman liest gut, auch Jens Wawrczeck ist dem Buch gewachsen – soweit man dies eben in unter acht Minuten beurteilen kann.

Cornelia Funke: Tintenherz
Lesung mit Cornelia Funke und Rainer Strecker, 17:23 min, Wertung: *

Wenn man mal von der unglaublichen Naivität von Tintenherz absieht – also wer gute Bücher lesen will, sollte Harry Potter oder Darren Shan, meinetwegen auch die Bis(s)-Bücher oder den Hobbit lesen (aber vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe) – lesen Cornelia Funke und Rainer Strecker spannend. Auch die Idee einer Lesung mit verteilten Rollen finde ich gelungen, zumal Rainer Strecker wirklich fein liest – allerdings etwas nervös bei der Sache ist.
Der Ausschnitt ist auch gut gewählt, macht Lust auf mehr – wenn ich Tintenherz nicht schon gelesen hätte und auf keinen Fall die weiteren Teile anfassen werde – nur über meine Leiche. Da fällt mir ein: Herr der Diebe fand ich gut und überhaupt nicht so naiv. Empfehlung also, Cornelia Funke gerne, aber nicht Tintenherz. Auf keinen Fall. Punkt.

Harry Rowohlt: Pooh’s Corner. Meinungen eines Bären von geringem Verstand
Lesung mit Harry Rowohlt, 21:02 min, *****

Als letzte Lesung für meine Rezension habe ich mir Harry Rowohlt vorgenommen, unzweifelhaft einen der besten Sprecher, die es da so gibt – zumal, wenn man absoluter Winnie Pooh-Fan ist.

Pooh’s Corner ist eine Sammlung von Kolumnen aus der Zeit, hat also nur indirekt etwas mit Winnie the Poo zu tun. Das hat mich damals, als ich den ersten Pooh’s-Corner-Band erwarb, etwas verwirrt. War aber nicht schlimm, den gab’s im Antiquariat für den schmalen Taler. Das Buch ist ein kurzweiliges Leseereignis, in dem Harry Rowohlt schön ironisch und mit hintergründigen, nicht immer politisch korrektem Humor vom Leder zieht. Nichts Tiefgründiges also, aber gerade von ihm persönlich gelesen doch eine Ohrenweide.

Ich werde sicher noch die eine oder andere Lesung von erlesen.TV rezensieren, seid gespannt!

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ElvenQuest by Anil Gupta and Richard Pinto

Hörspiel-Cover: ElvenQuest
… auf keinen Fall in den Öffentlichen hören, zumindest der übliche übelgelaunte Berliner S-Bahnmitfahrer guckt pikiert ob der Lachkrämpfe 😉

* Wertung: ***** (mindestens!)
* Hörspiel
* Sprache: Englisch
* Anzahl CDs: 6
* Autoren: Anil Gupta, Richard Pinto
* Sprecher: Stephen Mangan, Alistair McGowan, Darren Boyd, Kevin Eldon, Sophie Winkleman and Dave Lamb.
* Spieldauer: ca. 90 Min.
* Produktion: BBC4

Das Hörspiel
Unglaublich, dieser britische Humor! ElvenQuest ist eine Ohrenweide für alle Lord of the Rings- und DragonLance-Fans, eigentlich für alle Fantasyfans (es soll ja auch Leute geben, die Fantasy mögen aber Lord of the Rings nicht, ne, Antje und Roman?). Mit unglaublichem Gespür nehmen Anil Gupta und Richard Pinto die genretypischen Klischees aufs Korn und machen nebenbei noch jede Menge weiteren Spaß, der Douglas Adams, Terry Pratchett und Monthy Python würdig ist.

Die Handlung
Ein Elfenlord, eine Amazone und ein Zwerg sind auf der Suche nach dem Schwert von Asnagar. Dieses ist die einzige Chance, Lower Earth gegen den Lord of Darkness und seine Gehilfen zu verteidigen. Man kennt das ja.

Um das Schwert zu finden, brauchen sie allerdings den „Chosen One“, Amis. Amis ist der Hund von Sam Porter (ja, der Hund), einem Fantasy-Autor in unserer Welt. Natürlich verwandelt Amis sich in Lower Earth – nach einer Portaldurchquerung – in einen Menschen – der sich wundert, dass er nicht mehr so gelenkig ist wie früher (wenn ihr versteht, was ich meine 😉 )

Die Produktion
Super, mehr gibt es dazu nicht zu sagen, Sound, Musik, Schauspieler, alle hervorragend!

Fazit:
Selten so gelacht, der beste Humor kommt eben immer noch von der Insel. Besser als Douglas Adams, kann sich mit Terry Pratchett messen. Fünf Sterne sind wirklich zu wenig…

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Cirque du Freak – The Saga of Darren Shan by Darren Shan, read by Rupert Degas

Hörbuch-Rezension: Cirque du Freak von Darren ShanMarvellous! Natürlich habe ich die Twilight-Bücher gelesen, aber es fehlte noch ein Vampir-Hit für die Jungs der Schöpfung, hier ist er nun 🙂

* Wertung: *****
* Hörbuch
* Sprache: Englisch
* Sprecher: Rupert Degas
* Sprecher liest in verteilten Rollen
* Verlag: HarperCollins Publishers Ltd (2007)
* Anzahl CDs: 5
* Spielzeit: ca. 5h 18min

Das Hörbuch: Cirque du Freak
Aktuell läuft im Kino die mäßig bunte Holywood-Hollywood-Verfilung des Cirque du Freak. Zeit, sich das Original vorzunehmen!
Darren Shan erzählt den Cirque du Freak als Icherzähler, so wie schon bei den Demonata. Da ist es nur konsequent, der Hauptperson seinen Namen zu geben: Darren Shan.

Darren Shan ist Schüler irgendwo in England und lebt mit seinen Freunden ein typisches Schülerleben: Hausarbeiten, Fußball in der Pause, Horrorcomics und -videos und einer Vorliebe für Spinnen.
Das alles ändert sich, als der Cirque du Freak, eine klassische Freakshow in seine Stadt kommt.
Mit einem Freund, Steve Leppard, besucht er den Zirkus und dort nimmt das Schicksal seinen Lauf: Darren sieht eine hochgiftige, dressierte Spinne, die er dem Artisten klaut. Nun, es ist klar, eine dressierte, giftige Spinne? Die wird doch nicht beißen, oder? Nun, sie beißt Steve Leppard, der daraufhin in ein Koma fällt. Und hier beginnt die Verwicklung, die dazu führt, dass Darren Shan ein Halbvampir wird.

Das Hörbuch lebt von einer klaren, knapp gehaltenen Sprache, guten, realistischen Dialogen, man bekommt direkt das Gefühl, Darren Shan, also der Autor 😉 , hat für’s Hören geschrieben. Die Ideen sind umwerfend, sein Cirque du Freak wird bewohnt von Wolfsmenschen, Hand-Läufern, Bärtigen Frauen, Allesfressern und so weiter. Manchmal frage ich mich wirklich, wo die Autoren ihre Ideen herholen – ich werde es wohl nicht über die Position eines Rezensenten hinausbringen 😉
Ach ja, Darren Shan liebt es, nach alter Hitchcockmanier das Grauen anzukündigen: „I couldn’t have been happier if I’d won the lottery or owned a chocolate factory. That, of course, was when everything went wrong and the whole world crashed down around my ears.“ Nice twist!

Der Sprecher: Rupert Degas
Rupert Degas, ein hervorragender Sprecher! Ich bin ja von Haus aus Englandfan, ich liebe einfach seinen hervorragend kultivierten Akzent. Und er ist Vollprofi, seine Stimmfähigkeiten sind umwerfend: so viele verschiedene Charaktere, wie seine Lesung bevölkern – naja, sagen wir: Schauspieler werde ich auch nicht 😉

Noch ein Wort zur Produktion: leider sind nicht so viele deutsche Hörbücher auf diesem Niveau produziert. Es gibt keine Versprecher, die Betonung stimmt immer, die Musik passt wie die Faust auf’s Auge. Ich wüsste nicht, was man bei diesem Hörbuch besser machen könnte.

Fazit:
Als Fantasyfan, Harry-Potter-Fan und Twilightfan, der dem naiven Tintenblut nichts abgewinnen kann, habe ich hier ein Traumhörbuch gefunden. Im Gegensatz zu den Demonata, wo die Hauptpersonen wechseln, handeln alle Cirque du Freak-Bücher von Darren Shan. Dies erzeugt eine stärkere emotionale Bindung an den Hauptcharakter und erhöht das Suchtpotential. Dazu noch die geniale Lesung von Rupert Degas, der alles ‚rausholt, was ‚rauszuholen ist, thumps up, glatte fünf Sterne.

The Hobbit by J.R.R. Tolkien, BBC Radio Adaption, 1969

Hörspiel: The Hobbit, BBC4Liebevolle Umsetzung des Hobbits, auch wenn man ihr anmerkt, dass sie aus den Sechzigern stammt.

* Wertung: ****
* Hörspiel
* Sprache: Englisch
* Produktion: John Powell, Michael Kilgarriff
* Sprecher: Anthony Jackson, Paul Daneman, Heron Carvic, Wolfe Morris, John Justin, John Pullen, Leonard, Fenton, Denys Hawthorne, Peter Williams, Peter Pratt, Francis de Wolff
* BBC Audio Books (2008)
* Anzahl CDs: 5

The Hobbit, das Hörspiel
Für alle, die den Hobbit (im Deutschen: Der kleine Hobbit) noch nicht in den Händen hatten, eine kurze Zusammenfassung: Hobbits sind klein, ca. 1,2o Meter groß, haben behaarte Zehen, die sie nicht in Schuhen verstecken, sind gut genährt, rauchen gerne Pfeife und im Ganzen etwas langweilig.

Unser spezieller Hobbit, um den sich dieses Hörspiel dreht, ist Bilbo Beutlin aka Bilbo Baggins. Dieser wird durch Zutun des Zauberers Gandalf in ein Abenteuer verwickelt, man könnte fast sagen: geshanghait. Nun muss er 12 Zwergen unter der Führung des heimatlos gewordenen Königs unter dem Berge helfen, den Drachen Smaug zu vertreiben. Dabei trifft er Elben, Goblins, Warge, Spinnen, Trolle und allerlei weitere interessante Gestalten.
Wer mehr über den Inhalt wissen möchte, findet in der Wikipedia mehr.

Die BBC4-Produktion
Voranstellen muss man: diese Version des Hobbits ist 1969 von BBC4 produziert worden und das hört man ihr an. Einerseits ist der Geschmack der Sechziger anders, andererseits ist es die Technik, die heute mehr möglich macht.

Zum Geschmack: ich assoziiere mit den Zwergen tiefe Stimmen, die BBC hat – obwohl alles meisterliche Schauspieler – die Zwerge eher mit Tenorstimmen besetzt.
Zur Technik: die akustischen Effekte und Stimmen von Monstern klingen aus heutiger Sicht eher lächerlich, aber darüber mag man wohl hinwegsehen.

Was man sonst zur Produktion sagen kann: wunderschön, vor allen Dingen die mittelalterliche Musik versetzt mich direkt nach Mittelerde. Man muss dieser Produktion Zeit geben, dann wirkt sie auch.

Fazit
Hörenswert, vor allen Dingen, da man in nächster Zeit die Verfilmung von Peter Jackson erwarten kann. Wer sich also noch einmal die Handlung vergegenwärtigen will, findet in der BBC-Produktion ein ungewöhnliches Hörerlebnis.
Wem es mehr auf gut produzierte, zeitgemäße Ware geht, der sollte eher zu „Der kleine Hobbit“ aus dem Hörverlag greifen (Rezension folgt in Kürze) – obwohl ich auch da mit den Stimmen der Zwerge Probleme habe.

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Demon Apocalypse from Darren Shan, read by Rupert Degas

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Demon Apocalypse ist zwar das sechste Buch der Demonata-Serie, ich muss es aber einfach trotzdem hier besprechen, auch wenn euch der Anschluss fehlt. Denn es ist wirklich gut, ja!!!

* Hörbuch
* Sprache: Englisch
* Sprecher: Rupert Degas (liest in verteilten Rollen)
* Anzahl CDs: 5
* Verlag: HarperCollins Audio Books
* Wertung: *****

Das Hörbuch
Demon Apocalypse ist das sechste Buch in der Demonata-Serie von Darren Shan. Darren Shan ist ja momentan durch die Verfilmung des ersten Buchs seiner Vampir-Serie „Cirque du Freak: The Vampire’s Assistant“ in den Medien. Das kann auch der Grund sein, warum ich im Waterstones auf seine Bücher aufmerksam geworden bin. Auf ausdrückliche Empfehlung des Verkäufers habe ich dann angefangen, seine Bücher zu lesen.

Die Demonata-Bücher handeln davon, wie Dämonen versuchen, in unsere Welt einzudringen und sich an den Menschen zu weiden – und ich meine nicht an ihrem Anblick 😉
Es gibt in verschiedenen Büchern unterschiedliche Hauptpersonen, die alle eine magische Begabung haben, zusätzlich sind sie meistens Werwölfe – oder was Darren Shan daraus macht.
Spannend ist, dass die Bücher alle aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, ein nicht ganz leichtes Unterfangen, aber es funktioniert.

Nun, das zu den Büchern, die zu Lesen an sich schon empfehlenswert sind. Deshalb war es für mich ein gewisses Risiko, auf die Hörbücher umzusteigen, eine schlechte Interpretation hätte mich wirklich enttäuscht. Aber es hat sich gelohnt. Denn:

Der Sprecher
Rupert Degas spricht in verteilten Rollen. Leser, die öfter beim Hörbuchfreund vorbeischauen, wissen ja, dass das einzig Wahre ist – für mich jedenfalls.
Aber nicht jeder Schauspieler besitzt wirklich die Fähigkeit, überzeugend deutlich unterschiedliche Rollen zu lesen. Und bei einem Buch, dass einerseits aus der Perspektive eines Jugendlichen Ich-Erzählers und andererseits von Dämonen handelt, ist es wirklich kein leichtes Unterfangen. Maßstab ist immer: kann ich mir glaubhaft vorstellen, dass dort ein Jugendlicher mit einem Dämonenfürsten redet? Rupert Degas schafft das, gut sogar.

Fazit
Wenn das Sounddesign nur etwas weniger pseudomodern und elektronisch daherkommen würde, hätte ich nicht zwischen 4 und 5 Sternen geschwankt. Denn: das Buch ist genial, super Ideen, die sich gut in die Story einpassen, verschiedene Fäden zusammenführen. Rupert Degas als Erzähler, auch genial. Ich habe die Entscheidung, vom Buch zum Hörbuch zu wechseln nicht bereut. Also doch 5 Sterne, wenn ich drüber nachdenke 😉

Viel Spaß beim Gruseln,
Sir Charles


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Monk’s Hood by Ellis Peters, Philip Madoc as Brother Cadfael

Welch angenehmes Mittelaltergefühl, durchgehend spannender Mittelalterkrimi!

Hörspiel-Cover: Monk's Hood

Hörspiel-Cover: Monk's Hood

* Hörspiel
* Sprache: Englisch
* Sprecher: Philip Madoc, Sir Michael Hordern, Geoffrey Whitehead, Timothy Bateson
* Dramatisation by Bert Coules, music by Peter Salem.
* 5 Folgen à 30 min.
* Verlag: BBC 4
* Wertung: *****

Das Hörspiel
Monk’s Hood (=Eisenkraut) tötet in der Abtei Shrewsbury, allerdings sind wir nicht bei Umberto Eco, es wird von der Mönchskapuze kein Mönch getötet, sondern es trifft einen Laien. Das hält Bruder Cadfael aber nicht davon ab, nach dem Mörder zu suchen und sich für Gerechtigkeit einzusetzen, wie er das halt immer so tut.  Zumal das Eisenkraut aus seiner Kräutersammlung gestohlen worden zu sein scheint und er das als Angriff auf seine persönliche Ehre versteht.

Erschwert wird das hehre Unterfangen durch die Abwesenheit von Abt Heribert. Dieser wird aufgrund politischer Verwicklungen in den Thronfolgestreit zwischen Kaiserin Maude und Stephen von Blois abberufen und Prior Robert übernimmt kurzfristig mit harter Hand die Leitung der Abtei. Und Prior Robert mag es nicht, wie Bruder Cadfael seine Nase in die Angelegenheiten anderer steckt bzw. gar von seiner Vergangenheit eingeholt wird.

Die Produktion
Verwechslungen, Vergiftungen, Verfolgungsjagden bringt uns das Hörspiel, gut dargereicht. Und obwohl viele Personen agieren, verliert man nicht den Überblick. Dazu trägt bei, dass in Monk’s Hood im Gegensatz zu One Corpse Too Many Sir Michael Horden als Sprecher für die Überleitungen zu anderen Szenen sorgt, eine wichtige Hilfe für den Hörer.
Sonst gefällt mir die BBC-Produktion rundum, schöne Musik, gute Sprecher, nettes Sounddesign, bravo!

Fazit
Hörenswert, spannend, auch wenn ein Charakter wie Bruder Cadfael nicht wirklich in’s zwölfte Jahrhundert passen will, Ellis Peters hätte sich eher wie Eco das 14. Jahrhundert aussuchen sollen, nachdem jemand wie William von Ockham die Logik auf eine neue Stufe gebracht hatte.
Nun, das tut dem Hörspiel keinen Abbruch, der kleine Geschichtler in mir musste das allerdings loswerden 😉

Viel Spaß beim Hören,
Sir Charles Lytton

feed icon16x16 One Corpse Too Many by Ellis Peters, Glyn Houston as Brother Cadfael Wenn Dir der Artikel gefallen hat, registriere dich kostenlos beim RSS-Feed vom Hoerbuchfreund.

One Corpse Too Many by Ellis Peters, Glyn Houston as Brother Cadfael

One Corpse Too ManySchöner Mittelalterkrimi, leider etwas holprig.

* Hörspiel
* Sprache: Englisch
* Verlag: Listen for Pleasure
* Sprecher: Glyn Houston, Jane Slavin u.a.
* Dramatised by Alan Downer, produced by Gerry Jones
* Erste Sendung: 1990 auf BBC Radio Four
* Spielzeit: 1 h 26 min
* Wertung: ***

Das Hörspiel
Schön und farbenprächtig produziertes Hörspiel in der Zeit des Thronfolgekriegs zwischen König Stephen von Blois und Kaiserin Maude Mitte des 12. Jahrhunderts.
Die Abtei von Shrewsbury wird in die Thronstreitigkeiten verwickelt, ebenso Bruder Cadfaeil selbst. Er entdeckt nach der Niederlage der Stadt Shrewsbury unter den Leichen der erhenkten Verteidiger einen weiteren Leichnam. Dieser ist allerdings nicht erhenkt worden, sondern erwürgt und ist One Corpse Too Many!

Ein sympathischer Bruder Cadfael kommt dem Mörder langsam auf die Schliche und muss dabei noch einige Verwicklungen lösen, die Amor mit seinen spitzen Pfeilen verursacht sowie Mammon mit seinem Geldsäckel 😉

Produktion
Leider haben sich die Produzenten entschieden, keinen Sprecher für die Überleitungen einzusetzen. Das – zusätzlich zu meinem schlechten Namensgedächtnis – führt dazu, dass ich jedesmal 1-3 Sekunden brauche, um zu verstehen, was gerade passiert. Damit wird mir das Hörspiel leider etwas zu rumpelig, auch fehlt so der Rhythmus.

Fazit
Kurzweilig, nett zu hören und für jeden Liebhaber des Britischen Englisch sowie von Mittelalterkrimis eine Freude. Ich muss allerdings sagen, dass ich gerade den nächsten Cadfael-Krimi der BBC angefangen habe. Und der ist deutlich besser. Die 3 Sterne gebe ich also auch deswegen, weil ich weiß, wie es besser geht.

Viel Spaß beim Hören,
Sir Charles Lytton

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The Tipping Point by Malcom Gladwell

Cover: The Tipping Point

Cover: The Tipping Point

How little things can make a big difference – Wie kleine Dinge Großes bewirken können.

* Hörbuch
* Sprecher: Malcolm Gladwell (Autor)
* Anzahl CDs/MP3s: 3 (gekürzt)
* Sprache: englisch
* Verlag: Time Warner Audio Books, 2007
* Wertung: *****

Das Hörbuch
Der Tipping Point, in der schriftlichen Ausgabe, war das erste, was ich von Malcolm Gladwell gelesen habe. Inzwischen habe ich alle seine Bücher gelesen und fast auch durchgehört (neben Tipping Point auch noch Blink – The Power of Thinking Without Thinking
und Outliers: The Story of Success
– ich schreibe bald Rezensionen) sowie die meisten seiner New-Yorker-Kolumnen gelesen.

Der Inhalt
Der Tipping Point bezeichnet den Punkt, an dem eine Krankheit, z.B. die Schweinegrippe 😀 sich nicht mehr langsam verbreitet, sondern zu einer Epidemie wird und innerhalb kürzester Zeit massenhafte Verbreitung erreicht.
Gladwell hat sich nun Ideen angeschaut und festgestellt, dass viele der soziale Phänomene in unserer Gesellschaft ein ähnliches Verbreitungsmuster aufweisen. Beispiele findet er in der Verbreitung von Moden (Hush Puppie-Schuhe, Airwalk Skate-Schuhe), Ideen (Sesamstraße zur Verbreitung von Schreibfähigkeiten), Paul Reveres Ride (erste große Konfrontation von Britischen Truppen mit amerikanischen Siedlern) undundund…)

Er beschränkt sich dabei nicht auf das Aufzählen von Beispielen, sondern entwickelt einen soliden theoretischen Unterbau, ein System, nachdem sich alle diese viralen Gedankenverbreitungen erklären lassen. Genaues findet ihr in der Wikipedia, schaut einfach da nach, das würde den Rahmen des Blogs sprengen 😉

Der Sprecher
Der Autor liest selbst. Das muss nicht immer gut sein, geht oft sogar nach hinten los. Gladwell hingegen hat eine angenehme Stimme, kann seinen Text gut ‚rüberbringen und zudem ist das Audio hervorragend produziert, gibt dem Hörbuch einen Vorsprung gegenüber dem Lesebuch.

Fazit
Da ich von der Ausbildung Volkswirt, genauer Spieltheoretiker bin, verbindet mich viel mit den Denkansätzen von Gladwell. Er zieht seine Ideen aus der Soziologie, Psychologie und Spieltheorie. Die in Synthese daraus gebildeten Systeme sagen viel über unsere Denkprozesse und über Prozesse in der Welt allgemein aus. Zusätzlich bilden seine Ideen natürlich auch die Basis für das Virale Marketing.
Für mich ist er jedenfalls der beste Nonfiction-Autor, den ich jemals gelesen habe. 5 Sterne sind fast zu wenig!

Bonus
Nicht zu vergessen: es gibt ein Nachwort vom Autor, das nicht in der Buchausgabe abgedruckt ist – zumindest nicht in meiner. Toll!

Viel Spaß beim Hören,
Sir Charles

PS: tut mir was gutes: wenn ihr das Buch kauft, folgt diesem, meinem Amazon-Partnerlink:
The Tipping Point: How Little Things Can Make a Big Difference

PPS:

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Last Chance to See by Douglas Adams, read by the author

Cover der deutschen CD

Cover der deutschen CD

Mal keine Science-Fiction-Geschichte von Douglas Adams, sondern eine perfekte Beobachtung der Menschen unter dem Vorwand, über aussterbende Tierarten zu schreiben.

  • Hörbuch
  • Ein Sprecher (Douglas Adams)
  • Anzahl Kassetten: 7
  • Sprache: englisch
  • Random House: 1991
  • Wertung *****

Douglas Adams benutzt seinen Witz, um uns unsere eigene Welt näher zu bringen, mit all ihren Unwägbarkeiten und unfreiwillig komischen Wendungen.

Douglas Adams wurde 1985 von der Zeitschrift Observer Colour Magazine und der BBC engagiert, um mit dem Biologen Mark Carwardine aussterbende Tierarten zu suchen und über sie zu schreiben. Die beiden bereisten für den Bericht u.a. Komodo in Indonesien, um den Komodowaran zu beobachten, Zaire um das weiße Rinozeross – welches gar nicht weiß ist – zu suchen oder China, um über die Jangtse-Delphine zu schreiben.

Adams Meisterschaft in „Last Chance to See“ liegt nicht darin, die offensichtliche Gefährdung der Natur durch den Menschen zu schildern. Diese ist uns allen ja seit unserer Jugend durch die Grizmeck- oder Sielmannfilme klar gemacht worden.

Eigentlich und viel wichtiger: er hält uns, der Menschheit, in diesem Buch einen Spiegel vor. Wie seltsam wir sind, wie unser Verhalten überhaupt keinen wahrnehmbaren rationalen Mustern folgt.
Dazu ein (vom Hören aufgeschriebenes) Beispiel:

The tourists with their cans of lager and their Fuck Off t-shirts were particularly familiar to anyone who has seen the English play in Spain or Greece.
But I suddenly realized as I watched this that for once I didn’t need to hide myself away in embarrassment. They weren’t English. They were Australians. But they were otherwise so nearly identical that it started me thinking of convergent evolution.

Aktuell plant die BBC eine Dokumentation, in der Stephen Fry den inzwischen verstorbenen Douglas Adams ersetzt.

Also wenn ihr die CDs oder Kassetten von „Last Chance to See“ noch irgendwo auftreiben könnt, greift zu, es lohnt sich, Douglas Adams lesen zu hören, und zwar nicht nur, wenn ihr Douglas Adams-Fans seid!

Im Notfall müsst ihr zu den deutschen CDs greifen, die sind nämlich noch nicht vergriffen. Allerdings hat der Audio Verlag nur eine Ausgabe mit 2 CDs, das ist offensichtlich gekürzt!

Euer Charles Lytton.