Der Hörbuchfreund

Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele – von Susanne Collins

Spannendes Buch, von vielen als Antwort auf Harry Potter verstanden, ist es auf jeden Fall sehr viel düsterer und direkter. Statt der Magie von Harry Potter gibt es ein totalitäres Regime, das Jugendliche zum Kampf gegeneinander antreten lässt.

* Wertung: *****
* Autor: Suzanne Collins
* Sprecherin: Maria Koschny
* Verlag: Oetinger 2010
* 6 CDs

Inhalt des Hörbuchs
Das Setting des Hörbuchs sind die USA in einer Nachkriegswelt, in der Hunger und Unterdrückung herrschen. Dominiierendes Element des Hörbuchs sind die Hungerspiele, bei der 24 Kinder und Jugendliche ausgelost werden, um in einer Hightech-Arena auf Leben und Tod zu kämpfen, quasi als moderne Gladiatoren. Sie sind die namensgebenden Tribute, die die Distrikte dem Kapitol, der diktatorischen Regierung von Panem (=Panamerika) jedes Jahr bringen müssen.

Icherzählerin ist Katniss, ein 16 jähriges Mädchen, das für ihre jüngere Schwester Primrose bei den Hungerspielen ihr Leben in die Waagschale wirft. Der erste Band der Tribute-Reihe, Tödliche Spiele, schildert hauptsächlich den Kampf in der Area.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Katniss geschrieben, so dass die Story eine ziemliche Dynamik entwickelt. Darum stört es auch nicht, dass Katniss eine ziemlich dickköpfige, störrische und ichbezogene Jugendliche ist, naja, Pubertät halt 😉

Maria Koschny als Sprecherin
Maria Koschny liest die Tribute recht eindringlich. Fokus liegt nicht auf ausgefeilten verteilten Rollen, sondern darauf, die Dynamik der Handlung zu unterstützen. Dies finde ich manchmal etwas schade, aber unabhängig davon funktioniert es trotzdem.

Rezeption
Vor allem in den USA werden die Tribute von Panem als zeitgemäßes Gegenstück zu den Harry-Potter-Büchern gesehen, da sie näher am aktuellen Leben bzw. der krisengeschüttelten Wirtschaftssituation sind und sich nicht mit Magie, sondern mit knallhartem Überlebenskampf beschäftigen.

Fazit
Sowohl die von Suzanne Collins geschaffene dystopische Welt überzeugt mich als auch die Dramatik, die aus den Hungerspielen an sich entsteht, wie diese die Charaktere – überwiegend Jugendliche die zum Töten gezwungen werden – verändert und verbiegt.
Auf jeden Fall hörenswert 🙂

PS: Ich würde jedem empfehlen, erst das Buch zu hören und dann den Film zu sehen, da man dann im Film noch weit mehr Details entdecken kann.

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