Feuerstimmen” von Christoph Hardebusch — Oder: Van Canto als Hörbuch

Blog-Titelbild: FeuerstimmenCooles Fantasy-Projekt von Van Canto und Christoph Hardebusch

Heute stelle ich euch Feuer­stim­men von Christoph Hard­e­busch vor. Gute, ehrliche High Fan­ta­sy – wollte ich schon lange mal wieder lesen bzw. hören. Ganz klas­sisch: die Welt gerät aus den Fugen und das Böse erwacht. Das Ganze ist schön unter­malt mit der Musik von Van Can­to  – gele­sen wird das Werk von Sly, dem Lead­sänger von Van Can­to.

  • Bew­er­tung: ***** (5 Sterne)
  • Label: Ear­mu­sic (Edel)
  • 3 mp3-CDs und 1 Musik-CD

Der Review als Audio-File — sind ja schließlich alle Hör­buch-Freaks hier 😉

Und zum Down­load­en

Die Feuer­stim­men

Cover der "Feuerstimmen"

Cov­er der “Feuer­stim­men”

Rebus und Aidan sind zwei fahrende Sänger, die das Leben genießen. Schnell merkt man aber, dass sie eine dun­kle Ver­gan­gen­heit haben, von der sie davon­laufen. Sie sind klas­sis­che Stre­uner und Haude­gen und haben das Herz am recht­en Fleck. Und das ist denn auch ihr Ver­häng­nis: so wer­den sie in die Wirren der düsteren Zeit hineinge­zo­gen.

Ele­na und Kale­ona leben im Paradies, also fast, näm­lich auf den Geseg­neten Inseln. Die junge Ele­na ist dort ger­ade Köni­gen Ele­na gewor­den, Kale­ona ist ihre Leib­wache und beste Fre­undin. Ger­ade wächst sie in ihre neue Rolle als Herrscherin der Geseg­neten Inseln hinein und schon hält das Böse Einzug ins Paradies: der Wahnsinn schlägt zu und bringt das Dunkel­ste in den Men­schen her­aus: Söhne töten ihre Väter, loyale Sol­dat­en erheben ihr Schw­ert gegeneinan­der. Dahin­ter steckt – es ist ja High Fan­ta­sy – der fün­fte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Fin­ster­n­is.

Kon­se­quenter­weise liegt die Erlö­sung vom fün­ften Drachen nicht in einem Ring, Schw­ert oder ähn­lichem, son­dern im Bar­den­sturm, einem Gesang der Har­monie, der alle Bar­den vere­int – das Hör­buch ist ja schließlich von einem Bar­den geschrieben!

Die Geschichte pen­delt zwis­chen bei­den Paaren hin und her und lässt sie unaufhör­lich aufeinan­der zutreiben, so dass die vier sich daran machen kön­nen, die Welt zu ret­ten.

Der Wech­sel zwis­chen den bei­den Erzäh­lebe­nen kommt natür­lich rüber und stört den Lauf der Erzäh­lung nicht – sicher­lich hil­fre­ich ist dabei die Musik, die am jew­eili­gen Kapite­lende für einen run­den Abschluss sorgt.

Der Autor – oder die Autoren

Christoph Hard­e­busch ist euch wahrschein­lich bekan­nt, wenn ihr auf Fan­ta­sy ste­ht. Mit dem preis­gekrön­ten „Trolle“-Roman und dem „Sturmwelten“-Zyklus hat er sich in die Spitze der deutschen Fan­ta­sy geschrieben.

Rückseite der CD-PackungDas Feuer­stim­men-Pro­jekt nun ist eine Zusam­me­nar­beit mit Van Can­to, der erfol­gre­ichen A-Capel­la-Heavy-Met­al-Band.  Die Roman­hand­lung wurde gemein­sam von Christoph Hard­e­busch und Lead­sänger Sly entwick­elt. Während der sich ums schreiben küm­merte, schuf der andere mit Van Can­to die Musik, die das Buch zusam­men­hält – bei­des sich im Entste­hung­sprozess gegen­seit­ig befruch­t­end.

Sly als Sprech­er

Man merkt Sly an, dass etwas von Sprache und Artiku­la­tion ver­ste­ht. Sich­er, er ist kein pro­fes­sioneller Sprech­er ist. Aber als Sänger ist er natür­lich nicht ganz uner­fahren mit der Stimme. Er ist kein Diet­mar Wun­der oder Andreas Fröh­lich, das heißt: während einige Schaus­piel­er vielle­icht bess­er lesen kön­nen, finde ich es aber sehr viel bess­er, dass hier ein­er der Mitau­toren selb­st Hand angelegt hat, denn damit kommt ein­fach viel mehr Authen­tiz­ität ins Pro­jekt. Und abge­se­hen davon: ich habe schon eine ganze Rei­he Schaus­piel­er schlechter lesen gehört 😉

Faz­it

Die Geschichte um die Feuer­stim­men ist schön­ste High Fan­ta­sy, mit kleinen Ein­schlä­gen von dun­klerer Phan­tastik – kleine Details, die einem einen Schauer über den Rück­en jagen. Jedes Kapi­tel endet mit ein­er kurzen Musik­se­quenz von Van Can­to, die die Fan­ta­sy-Stim­mung auch über die reine Erzäh­lung hin­aus trans­portiert.

Die Roman­hand­lung ist nicht unbe­d­ingt „Der Herr der Ringe“, aber ich finde sie für ein Hör­buch ide­al – nicht zu lang und man ver­liert nicht den Faden, so dass sich die Span­nung durch das ganze Hör­buch hin­durchzieht.

Bild der Band Van Canto

Van Can­to

Mein per­sön­lich­er Tipp zum Hören des Hör­buchs ist, sich die CD vorher und auf jeden Fall während­dessen öfter anzuhören, so dass ihr die Songs wieder­erken­nt. Damit bekommt ihr einen viel besseren Bezug zu den CDs. Einen kleinen Wer­mut­stropfen gibt es in bezug auf die Musik allerd­ings: wenn man die CD so anhört, sind manche Stücke eher kurz. Fürs Audiobuch ist das kein Prob­lem, für den reinen Genuss der Musik-CD aber etwas störend. Aber das ist nun wirk­lich nicht schlimm 😉

Viel Spaß beim mul­ti­di­men­sion­alen Hör­genuss,
euer Hör­buch­fre­und.

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