Der Hörbuchfreund

Henning Mankell, Wallanders erster Fall, gelesen von Andreas Bisowski u.a.

Cover: Wallanders erster Fall

Wo geht’s hier durch den 68er-Wust zur Kripo?

* Hörspiel
* Produktion: Andreas Bisowski u.a. (Sprecher), Simon Bertling und Christian Hagitte (Regie), Moritz Wulf Lange (Hörspielbearbeitung)
* Anzahl CDs: 1
* Verlag: Dhv der Hörverlag, 2003
* Wertung: ****

Das Hörspiel
Wallanders erster Fall schildert den Weg Wallanders von der Schutzpolizei – eingebunden in die Straßenkämpfe der 68er und langweiliges Patruillenschieben – zur Kriminalpolizei.

Dabei gerät seine Beziehung zu Mona, seiner Freundin, immer mehr ins Hintertreffen. Der junge Kurt Wallander ermittelt auf eigene Faust im Todesfall seines Nachbarn und zeigt so erstmalig sein Können – und begeht natürlich jeden Anfängerfehler.

Schön produziertes Hörspiel, im üblichen Stil von Bertling, Hagitte und Lange gibt es einen Eröffnungsdialog, der diesmal die Spannung über weite Teile des Hörspiels Aufrecht erhält und einem ständig mit dem Schlimmsten rechnen lässt.

Wallander bewegt sich zwischen Beruf bzw. in diesem Falle Berufung und persönlichem Leben glaubhaft hin und her. Glücklicherweise wurde für Wallander diesmal eine jüngere Stimme gewählt, so dass zumindest die Alterszuordnung – anders als z.B. bei Die Pyramide stimmt.

Leider gehen die Produzenten nicht auf die Möglichkeiten der 68er ein, die Musik ist dieselbe wie in ihren anderen Wallander-Hörspielen. Was hätte die Zeit für Möglichkeiten geboten, die Jugendbewegung und deren Konfrontation allein anhand der Musik darzustellen, eine entgangene Chance!!!

Fazit
Trotz dieser nicht genutzten Möglichkeiten ein rundum überzeugendes Hörspiel, kann ich nur jedem Wallander-Fan empfehlen.

Viel Spaß bei diesem Hörspiel wünscht euch
Sir Charles

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