Last Chance to See by Douglas Adams, read by the author

Cover der deutschen CD

Cover der deutschen CD

Mal keine Science-Fiction-Geschichte von Douglas Adams, sondern eine perfekte Beobachtung der Menschen unter dem Vorwand, über aussterbende Tierarten zu schreiben.

  • Hörbuch
  • Ein Sprecher (Douglas Adams)
  • Anzahl Kassetten: 7
  • Sprache: englisch
  • Random House: 1991
  • Wertung *****

Douglas Adams benutzt seinen Witz, um uns unsere eigene Welt näher zu bringen, mit all ihren Unwägbarkeiten und unfreiwillig komischen Wendungen.

Douglas Adams wurde 1985 von der Zeitschrift Observer Colour Magazine und der BBC engagiert, um mit dem Biologen Mark Carwardine aussterbende Tierarten zu suchen und über sie zu schreiben. Die beiden bereisten für den Bericht u.a. Komodo in Indonesien, um den Komodowaran zu beobachten, Zaire um das weiße Rinozeross – welches gar nicht weiß ist – zu suchen oder China, um über die Jangtse-Delphine zu schreiben.

Adams Meisterschaft in „Last Chance to See“ liegt nicht darin, die offensichtliche Gefährdung der Natur durch den Menschen zu schildern. Diese ist uns allen ja seit unserer Jugend durch die Grizmeck- oder Sielmannfilme klar gemacht worden.

Eigentlich und viel wichtiger: er hält uns, der Menschheit, in diesem Buch einen Spiegel vor. Wie seltsam wir sind, wie unser Verhalten überhaupt keinen wahrnehmbaren rationalen Mustern folgt.
Dazu ein (vom Hören aufgeschriebenes) Beispiel:

The tourists with their cans of lager and their Fuck Off t-shirts were particularly familiar to anyone who has seen the English play in Spain or Greece.
But I suddenly realized as I watched this that for once I didn’t need to hide myself away in embarrassment. They weren’t English. They were Australians. But they were otherwise so nearly identical that it started me thinking of convergent evolution.

Aktuell plant die BBC eine Dokumentation, in der Stephen Fry den inzwischen verstorbenen Douglas Adams ersetzt.

Also wenn ihr die CDs oder Kassetten von „Last Chance to See“ noch irgendwo auftreiben könnt, greift zu, es lohnt sich, Douglas Adams lesen zu hören, und zwar nicht nur, wenn ihr Douglas Adams-Fans seid!

Im Notfall müsst ihr zu den deutschen CDs greifen, die sind nämlich noch nicht vergriffen. Allerdings hat der Audio Verlag nur eine Ausgabe mit 2 CDs, das ist offensichtlich gekürzt!

Euer Charles Lytton.

3 Gedanken zu „Last Chance to See by Douglas Adams, read by the author

  1. … gerade im BBC die neue Serie „Last Chance To See“ gesehen, auch super. Stephen Fry ersetzt Douglas Adams, da schließt sich irgendwie auch der Kreis: Stephen Fry liest in der Englischen Ausgabe den Harry Potter, der mir wiederum auch sehr gefallen hat – Rezension folgt irgendwann 🙂

  2. hey d.

    ich persönlich finde ja die harry potter serie read by jim dale besser, aber das ist geschmackssache.

    vielen dank fürs posten

    lg sam

  3. Hej Sam, schön von dir zu hören, aber Harry Potter musst du von Stephen Fry hören; also nicht, dass ich die Version von Jim Dale gehört hätte, aber die ist ja für den amerikanischen Markt produziert. Obwohl, könnte auch gut sein, der ist ja immerhin auch Engländer 😉

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