Der Hörbuchfreund

Sia Narbenhaut – schön gemachte, gradlinige Fantasy

Sia Narbenhaut – Ein Instrument der Furcht

Das Narbenhaut-Cover

Handwerklich gut gemachter Fantasy mit einem netten Einschlag Orient, in einer originellen Welt angesiedelt, die mich ein bisschen an Stargate erinnert: gefüllt mit Dämonen, Tiermenschen, Aliens und dem Geruch von orientalischen Gewürzen. War mir ein Hörvergnügen, schöne Straight-Forward-Hack’n’Slay-Fantasy.

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Sia Narbenhaut – wovon das Hörspiel handelt:

Auf der ersten HoerNacht im altehrwürdigen, schön renovierten Zoo-Palast konnte ich in den Genuss des Hörspiels Sia Narbenhaut von innovative fiction kommen. Das Hörspiel erzählt die Geschichte der Kopfgeldjägerin Sia Narbenhaut, deren Körper – nicht überraschend – mit Narben bedeckt ist, sowie ihrem Konkurrenten-Kopfgeldjäger, einem Nashornmann. Sira muss sich mit ihm zusammentun, um einen Dämon zur Strecke zu bringen, gegen den sie allein chancenlos ist.

Die Produktion

Die Sprecher überzeugen, vor allem Nora Jokhosa als Sira und Gordon Piedesack als Sprecher bedürfen einer besonderen Erwähnung, – wobei letzterer einfach über allem schwebt. Er ist ja auch nicht umsonst ein erfolgreicher Sprecher, den man aus vielen Zusammenhängen kennt.

Die Soundproduktion von Dennis Schuster ist umwerfend, super für die Stimmung, interessant dazu einige Anmerkungen der Produzenten (s.u.).

Unbedingt müsst ihr euch den als Slideshow-Comicstrip verfilmten Prolog ansehen, fein gearbeitete Zeichnungen, gut von Colin M. Winkler in Szene gesetzt und ein perfekter Einstieg ins Hörspiel – zumal der Prolog mit seinen ca. 12 Minuten auch unabhängig von der Haupthandlung funktioniert.

Auf jeden Fall spannend für alle richtigen Hörspielfans ist der Produktionskommentar, bei dem die Falk T. Puschmann und Dane Rahlmeyer einen tiefen Einblick in die Produktion eines Hörspiels geben – für mich als Hörspielfreund eine feine Ergänzung.

Falk T. Puschmann und Dane Rahlmeyer beim Produktionskommentar

Fazit

Das Hörbuch ist sehr gradlinig und die Charaktere zeichnen sich nicht durch extreme Tiefe aus – wir sind also eher in „Conan der Barbar“ oder „Dungeons und Dragons“ als im Herrn der Ringe, eher Hack’n’Slay als High Fantasy.

Das ist aber kein Nachteil, sondern genau das Gegenteil: mich als Fantasy-Fan und Verehrer der Conan-Reihe (sowohl Film als auch Bücher) spricht mich die Handlung sofort an, es geht direkt zur Sache. Ich muss mir keine Listen von Namen, Motivationen und Verwicklungen merken – bei zu komplexen Hörbüchern und –spielen verliere ich einfach oft den Überblick.
Zum Thema Komplexität noch eine Fußnote: im  Produktionskommentar wird angedeutet, dass es eine Entwicklung vor allem des Charakters von Sia Narbenhaut geben wird – leider gibt es seit 2012 noch keine weitere Folge. Passiert da noch was btw.?

Für mich ist Sia Narbenhaut ganz klar eine Empfehlung für alle Fantasy-Fans, möglicherweise, um ein Klischee zu bemühen, allerdings eher für die Männer unter uns – meine Frau fand die Handlung zu einfach gestrickt, sie ist allerdings auch kein Fantasy-Fan 😉



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