Autorenlesungen erlesen.tv: Helmuth Karasek

Helmuth Karasek: Genuss in alten Gemäuern
Gelesen von Helmuth Karasek
Laufzeit: 26:53 min
Wertung: *****

Genial, welche schönen Schmankerl Herr Karasek da zum besten gibt, hätte ich nicht erwartet. Das kann mit Harry Rowohlt konkurrieren. Und ich würde ganz klar sagen, selbst – also als Buch gelesen kommt das nicht so ‚rüber, in der Lesung von Helmuth Karasek dagegen ist das einfach nur genial!

Fazit: mein Leben ist langweilig. Oder kann ich die Geschichten nur nicht so gut aufbereiten?!

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Autorenlesungen erlesen.tv: Hatice Akyün

Hatice Akyün: Ali zum Dessert
gelesen von Hatice Akyün
Spieldauer: 32:18 min
Wertung: ****

Sympathischer Einblick in die deukische Kultur und manche der Probleme, die da so in Beziehungsdingen auftauchen können.
Für mich verwunderlich nur, dass Hatice Akyün sich zuerst etwas von der Bezeichnung „mit Migrationshintergrund“ distanziert und dann genau das spannend präsentiert, was eben gerade aufgrund des Migrationshintergrunds hörenswert ist. Wenn ich dem deutschen Leser meine Beziehungsanbahnungsprobleme erzählen würde, wäre das bei Weitem nicht so interessant wie Hatice Akyüns autobiographische Erzählung.
Auf jeden Fall schön gelesen und vorgemerkt zum Kaufen 🙂

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Autorenlesungen erlesen.tv: Neil Gaiman, Cornelia Funke, Harry Rowohlt

Cover: Autorenlesungen von erlesen.tvHeute: Erlesen.tv, Plattform für Autorenlesungen.

Über 100 verschiedene Autoren stehen vor der Kamera und lesen aus ihren Büchern, 20-30 Minuten etwa dauert jede Aufnahme. Nette Idee, gut umgesetzt, hörens- und sehenswert.
Genau das treibt mich persönlich treibt das dann um, dass die Autoren beim Lesen auch gefilmt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Sprecher sehen will oder nicht. Einerseits gibt das Video Einblicke in die Emotionen und die Lesart der Autoren. Andererseits ist das Bild, das ich im Kopf habe, oft ein anderes als mir das Original präsentiert. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Video mag…

Kurz zur Webseite: ansprechendes Design und übersichtlich, die Bedienung könnte noch ein bisschen verbessert werden. Nun eine Kurzkritik der ersten drei Lesungen:

Neil Gaiman: The Graveyard Book
Lesung mit Neil Gaiman und Jens Wawrczeck, 17:35 min, Wertung: ***

Ich bin ein Fan von Neil Gaiman, zugegeben, und seine Lesung war die erste, die ich auf erlesen.tv gehört habe. Gefiel mir, schön gelesen, doch: leider zu kurz, um wirklich einen Einblick in das Graveyard-Buch zu bekommen, da die 17 Minuten Lesung sich aufteilen auf das selbe Kapitel, gelesen in deutsch sowie englisch. Da kann ich als Fazit nur feststellen: Neil Gaiman liest gut, auch Jens Wawrczeck ist dem Buch gewachsen – soweit man dies eben in unter acht Minuten beurteilen kann.

Cornelia Funke: Tintenherz
Lesung mit Cornelia Funke und Rainer Strecker, 17:23 min, Wertung: *

Wenn man mal von der unglaublichen Naivität von Tintenherz absieht – also wer gute Bücher lesen will, sollte Harry Potter oder Darren Shan, meinetwegen auch die Bis(s)-Bücher oder den Hobbit lesen (aber vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe) – lesen Cornelia Funke und Rainer Strecker spannend. Auch die Idee einer Lesung mit verteilten Rollen finde ich gelungen, zumal Rainer Strecker wirklich fein liest – allerdings etwas nervös bei der Sache ist.
Der Ausschnitt ist auch gut gewählt, macht Lust auf mehr – wenn ich Tintenherz nicht schon gelesen hätte und auf keinen Fall die weiteren Teile anfassen werde – nur über meine Leiche. Da fällt mir ein: Herr der Diebe fand ich gut und überhaupt nicht so naiv. Empfehlung also, Cornelia Funke gerne, aber nicht Tintenherz. Auf keinen Fall. Punkt.

Harry Rowohlt: Pooh’s Corner. Meinungen eines Bären von geringem Verstand
Lesung mit Harry Rowohlt, 21:02 min, *****

Als letzte Lesung für meine Rezension habe ich mir Harry Rowohlt vorgenommen, unzweifelhaft einen der besten Sprecher, die es da so gibt – zumal, wenn man absoluter Winnie Pooh-Fan ist.

Pooh’s Corner ist eine Sammlung von Kolumnen aus der Zeit, hat also nur indirekt etwas mit Winnie the Poo zu tun. Das hat mich damals, als ich den ersten Pooh’s-Corner-Band erwarb, etwas verwirrt. War aber nicht schlimm, den gab’s im Antiquariat für den schmalen Taler. Das Buch ist ein kurzweiliges Leseereignis, in dem Harry Rowohlt schön ironisch und mit hintergründigen, nicht immer politisch korrektem Humor vom Leder zieht. Nichts Tiefgründiges also, aber gerade von ihm persönlich gelesen doch eine Ohrenweide.

Ich werde sicher noch die eine oder andere Lesung von erlesen.TV rezensieren, seid gespannt!

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