Das Blut der Templer von Wolfgang Hohlbein, gelesen vom Autor

Cover: Das Blut der Templer

Cover: Das Blut der Templer

Ein richtig schlechtes Hörbuch zur Pro Sieben-Fernsehproduktion.

+++Wenn euch Echtzeit-Fantasy und Mystery interessiert, dann lest lieber hier weiter: Der Heilige der Letzten Tage oder Die Flüsse von London+++

  • Hörbuch
  • Ein Sprecher (Wolfgang Hohlbein selbst)
  • Sprecher liest nicht in verteilten Rollen
  • Anzahl CDs (6, gekürzt)
  • Sprache: deutsch
  • Fantastika
  • Wertung ooooo (kein Stern)

Manchmal stimmt die Chemie nicht, manchmal ist es die Qualität. Also hier muss ich sagen: ganz eindeutig lässt in diesem Hörbuch die Qualität zu wünschen übrig.

Wolfgang Hohlbein als Sprecher
Das erste Problem ist sicherlich der Sprecher, Wolfgang Hohlbein himself. Also er ist kein Profisprecher, das merkt man schon. Aber das muss nicht stören. Wenn das eben so ist, dass man den Autor selbst als Sprecher haben möchte, dann ist das für den Hörer schon etwas Besonderes. Man sollte dann allerdings noch deutlich mehr Studioarbeit investieren, um – wie bei Wolfgang Hohlbein – das Tempo etwas hinauszunehmen. Pausen, geringeres Lesetempo hätten das Buch vielleicht hörbar gemacht.

Anstrengend wären in jedem Fall die verklausulierten Sätze gewesen, keine wirkliche Freude beim Zuhören, egal ob vom Autor oder einem professionellen Sprecher gelesen..

Genervt aufgegeben
Ich jedenfalls war nach 20 Minuten Hören so genervt, dass ich den Player zur Seite legen musste. Mein Urteil ist also eventuell unvollständig, vielleicht erwartet den Hörer später noch ein ungeahntes Feuerwerk an audiophiler Kreativität – ich glaube es aber nicht.

Der Inhalt
Zum Inhalt kann ich mich also auch nicht wirklich weit äußern, da ich ja nicht wirklich weit gehört habe. Als Historiker tue ich mich aber prinzipiell schwer mit der Templergeschichte.

Ja, ich weiß, dass die Templer inzwischen mythifiziert und ein Klassiker der Verschwörungstheorie sind und es deshalb völlig legitim ist, diesen Mythos zu einem spannenden Buch zu verarbeiten.

Aber leider springt der Terrier der Besserwisserei immer wieder an meinem Bein hoch und verlangt, sich auf geschichtliche Unwahrheiten stürzen zu dürfen. Insofern wäre meine Meinung über den Inhalt auch nicht wirklich maßgeblich für den Leser ohne Geschichtsstudium, die sich einfach über eine gute Geschichte freuen.

Fazit
Als Fazit: Wolfgang Hohlbein schreibt einen guten, spannenden Stil (ich habe sicher über 40 Bücher von ihm gelesen und kann das ganz gut beurteilen). Deshalb: wenn euch der Titel anspricht, kauft euch das Buch und lasst das Hörbuch im Regal stehen, dort steht es gut.

Euer Sir Charles Lytton